Halloween in Hong Kong

Für meine amerikanischen Freunde war es schon vor einem Monat die große Frage: Was machst Du Halloween? Oh, Du bist gar nicht mehr in den USA dann? Wie schlimm! Wie feierst Du das dann? – Ich sagte immer, dass mir das gar nicht so wichtig ist. Hier in Hongkong nehmen die Leute Halloween aber immer ernster. Seit Samstag abend laufen Verkleidete durch die Straßen, die meisten Westler, während ein paar Chinesen wenigstens ihre ferngesteuerten Lastwagen Gassi führen: An Halloween selbst … Continue reading

In Sydney auf die Harbor Bridge

Hier mein Abacho.de-Artikel: Weltreise 22, Sydney, Australien: Auf die Harbour Bridge steigen – über meinen Bridgeclimb in Sydney.

Peer covern mit Kakadu-Background

Bei Seka auf dem Balkon ihrer Wohnung in den Blue Mountains covere ich den Song “Schreiben” vom Album “Wir sind Peer” von Peers Band Peer. Hatte ich schon beim Record Release gemacht, vor einem halben Jahr, nun bringen sie die Cover-Versionen von dort auf einer eigenen Platte heraus: “Wir sind undercover”. Gibt’s alles kostenlos zum Download auf der Peer-Homepage bzw. deren Bandcamp-Seite, 11 Songs, bei meiner Aufnahme könnt ihr im Hintergrund die Kakadus schreien hören, wenn ihr die Ohren spitzt. … Continue reading

Nat und die Schokoladenfabrik

Mein Gastgeber/Mitbewohner Nat ist ein Spätberufener – erst war er Programmierer in Kalifornien, dann promovierte er in Botanik und lehrte über Kakao-Anbau – um schließlich in Hawaii Theorie in Praxis umzusetzen: Schokolade herstellen „from bean to the bar“, von der Bohne zum Riegel, und das so biologisch und lokal wie möglich. Für mich hat das den Vorteil, dass er ständig Schokolade mitbringt, einen misslungenen Aufstrich mit angeblich zu viel Zimt, dazu neue Geschmacksrichtungen, etwa Earl Grey in verschiedenen Stärken – … Continue reading

Polynesier auf Hawaii – Tokelau-Tanzperformance

Meine Gastgeberin Thirsty nimmt mich mit zu dieser Tanzperformance von Leuten aus Tokelau. Das ist eine winzige Inselkette irgendwo im Pazifik, laut Wikipedia einer der abgeschiedensten Orte der Welt – und mit einer ziemlich üblen kolonialistischen Geschichte, die nicht auf Wikipedia spielt (sondern z.B. hier). Großbritannien schnappte sich drei Inseln, die USA die vierte. Im Jahr 1856 hatte sich der amerikanische Walfang-Kapitän Eli Jennings hier niedergelassen und die Insel Olohega (samt Bewohnern) zu seinem Eigentum erklärt. In der Folgezeit regierte … Continue reading

Hawaiis Tierwelt: Kakerlaken, Shearwaters, Eidechsen

1. Kakerlaken In New York vor zwei Monaten war ich ganz begeistert, als ich eine vermeintlich riesige Kakerlake im Treppenhaus vor Matts Wohnung verschwommen fotografieren konnte. Niemand würde mir das glauben. Das Bild lösche ich, denn die in San Diego waren wesentlich dicker, aber die in Hawaii sind bisher am dicksten. Sie laufen ganz nonchalant in Augenhöhe auf dem Regal über der Spüle herum und richten neugierig die Fühler auf einen, wenn man sich nachts ein Glas Wasser holt. Manche … Continue reading

“The Bus” und Regenbogen

Aus meinem Emailverkehr mit der Tourismusbehörde: Mitarbeiterin: “… und werden Sie sich ein Auto mieten?” ich: “Nein, aber gibt es öffentliche Verkehrsmittel?” Mitarbeiterin: “Ja, es gibt ein öffentliches Verkehrsmittel mit dem Namen ‘The Bus’!” … und ich dachte, juhu, endlich mal jemand mit Humor! Aber nein: Der ÖPNV auf Oahu heißt tatsächlich genau so: “The Bus”. Er kommt in zwei Versionen daher, 50er mit braunschattierten Streifen, oder 70er mit buntem Regenbogen. Neuerdings gibt es offenbar eine Renaissance des alten Designs. … Continue reading

Bahnfahren in den USA

Die USA sind eine ruhmreiche Bahnfahrer-Nation, wenn man an die Pionierleistungen der Transkontinentalstrecken denkt – aber wesentlich autoreicher als eisenbahn-ruhmreich. Passend dazu setzt mich Amtrak auf der Strecke von Cupertino nach San Diego erstmal in einen Bus, ab Santa Barbara soll ich dann den Surfliner nehmen, eine angeblich legendäre Bahn in Südkalifornien, die alle Strände abklappert und extra Ständer für Surfbretter hat. Ich bin begeistert, aber am Bahnhof in Santa Barbara zunächst verwirrt: Da steht der Zug, er ist leer … Continue reading

Medienschau: San Francisco Chronicle

Der San Francisco Chronicle machte in den letzten Jahren Schlagzeilen, weil er kurz vor dem Aus stand – als erste große und traditionsreiche Tageszeitung der USA das prominenteste Opfer der Zeitungskrise. Es gab viel Tamtam, der Chronicle wurde knapp gerettet und ich lese mal rein: Die Zeitung beginnt ganz praktisch mit einer kurzen Übersicht über die wichtigsten Themen des Tages, aufgeteilt in Politik, Sport, Regionales, Kultur/Vermischtes und Wirtschaft. Dann der Aufmacher, in diesem Fall (24. September 2011) das Wetter. Überflüssigerweise … Continue reading

New York, 11. September 2001, mein Bericht

[Mein Bericht vom 11. September 2001, geschrieben an diesem Tag zwischen 15 und 16 Uhr Ortszeit in der Wohnung von Noras Bruder in Manhattan.] Ich war per Fahrrad unterwegs zur Arbeit, etwas spät, kurz nach neun, wie immer. Aus Brooklyn, ein schöner Tag, sonnig, blauer Himmel, und ich dachte bei mir, mensch, du solltest deinen Fotoapparat mitnehmen, an so einem schönen Tag. Kurz vor der Brücke nach Manhattan sehe ich dunkle Rauchschwaden am Himmel, aber naja, es brennt halt mal … Continue reading