Category Archives: New York

New York, 11. September 2001, mein Bericht

[Mein Bericht vom 11. September 2001, geschrieben an diesem Tag zwischen 15 und 16 Uhr Ortszeit in der Wohnung von Noras Bruder in Manhattan.] Ich war per Fahrrad unterwegs zur Arbeit, etwas spät, kurz nach neun, wie immer. Aus Brooklyn, ein schöner Tag, sonnig, blauer Himmel, und ich dachte bei mir, mensch, du solltest deinen Fotoapparat mitnehmen, an so einem schönen Tag. Kurz vor der Brücke nach Manhattan sehe ich dunkle Rauchschwaden am Himmel, aber naja, es brennt halt mal … Continue reading

kompostieren

deutsche sind verschrien für ihren hang zum recycling, und das stimmt auch: immer wieder fragten mich in berlin bange besucher, welcher müll den nun in welche der vielen bunten tonnen im hof gehört. um mehr habe ich mich gefreut, dass auch die leute in new york anfangen, ihren kompost zu sammeln. wobei, zuerst habe ich mich gewundert, als mir erklärt wurde, ich müsse die bananenschale in den tiefkühlschrank tun. weil kompost so stinkt, gerade in der derzeitigen hitze, lagert er … Continue reading

sich kleiden

in new york kann man ja aussehen, wie man will. ich hatte philip vor der reise ein micky-maus-t-shirt geklaut, weil ich es cool fand, dann nach einem tag tragen in new york doch nicht mehr, weil alle hier statt dessen irgendwelche fancy angry-birds-shirts tragen. doch dann lief mir heute im washington square park genau das gleiche motiv über den weg, nur mit einem anderen menschen drin. und zwar einem, der der verstorbenen leslie nielsen verdammt ähnlich sieht. schluck. vielleicht gebe … Continue reading

erinnern

eine affenhitze, weiterhin, und besserung ist nicht abzusehen. kühlung versprechen cafés, geschäfte und die u-bahn. gestern viel mit der u-bahn unterwegs, nach fast durchwachter nacht setzte der jetlag schon nachmittags ein, ich fuhr fast sinnlos zweimal über die williamsburg bridge, weil ich auf den spuren von malte vor 10 jahren wandeln wollte. es kam auch erinnerung, aber nur wenig zum 11. september, was gerade ja eigentlich meine spurensuche ist. damals war ich mit dem fahrrad unterwegs. aber es ist viel … Continue reading

ankommen

das abenteuer beginnt, etwas überstürzter, als ich es eigentlich wollte. aber besser in den letzten zehn tagen vor der abreise krank werden als genau zu beginn. jetzt bin ich immer noch etwas angeschlagen, verstärkt durch die flugstrapazen – obwohl es kaum glatter hätte laufen können, mit sehr angenehmer begleitung, die ab new york dann in den süden weiterflog, um dort zu white supremacy zu forschen. sogar die immigration lieft so smooth wie noch nie, ich hatte mir ja zum stichwort … Continue reading