Lebensgefühl Motorbike

Hanoi/Ho-Chi-Minh-Stadt. Motorbikes verkörpern in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt/Saigon ein Lebensgefühl (siehe auch mein Hanoi-Artikel bei Abacho), das sich nur schwer mit Fotos einfangen lässt. Wenn man mittendrin ist, erscheint einem der Verkehr als geordnet-dynamisches Chaos, auf den Bildern sieht es eher leer aus. Der Fotograf Markus Steffen, den ich in Hongkong kennen gelernt habe, hat zwei Jahre in Hanoi gewohnt und dabei das Leben mit Moped dokumentiert. Demnächst kommt sein Fotobuch “Honda Dreams” über die Motorbikes von Hanoi heraus. Ich kann damit zwar nicht konkurrieren, aber hier sind meine Impressionen:

Man kann alles mögliche damit transportieren, Gasflaschen z.B. (Ho-Chi-Minh):

 
Auch Fensterrahmen (Hanoi):

 
Das Motorbike ist eine perfekte Unterlage beim Schmusen (Hanoi):

 
Für das Ausruhen zwischendurch (Ho-Chi-Minh):

 
Beim Einkaufen auf dem Markt (Hanoi):

 
Nur in den Park darf man nicht mit dem Moped, das verhindern solche Stangen am Boden (eigentlich wirkungsvoller als hier) (Ho-Chi-Minh):

 
Aber das Fahren ist das Beste. Hier geht es über die Long-Bien-Brücke in Hanoi über den Roten Fluss – eine geschichtsträchtige Brücke: Sie wurde von den Amerikanern im Vietnamkrieg wiederholt bombardiert und immer wieder zusammengeflickt und so zum Symbol für den Durchhaltewillen von Nordvietnam. Heute dürfen nur Mopeds und Eisenbahnen über die Brücke, wobei ich nicht dabei sein möchte, wenn ein Zug vorbei fährt, weil alles schon ziemlich klapprig wirkt. Zu Fuß gehen ist verboten, aber das hält niemanden davon ab, es doch zu machen.

Still quiet here.sas