Taxis, Verkehr und das Hupen

Beijing. Erstmal ungewohnt, aber sehr komfortabel: Taxi fahren ist billig! Schon in Hongkong fährt man für umgerechnet 1,50 Euro, was in Berlin 5 Euro kosten würde, ähnlich in Shanghai und in Beijing. Gleichzeitig kriegt man den chinesischen Verkehr mal von Innen mit, nicht nur als Fußgänger. Bis auf mein eines Erlebnis mit dem wohl sanftmütigsten aller Taxifahrer in Beijing, der mitten in der Rush-Hour sogar anderen Fahrzeugen die Vorfahrt schenkte, ist es eine Lektion in chinesischer Mentalität: Immer mitten rein, egal ob die anderen blockiert werden, Hauptsache ich bin einen halben Meter weiter vorne. So ähnlich läuft es übrigens auch bei der U-Bahn: Zwar brav in einer Schlange anstehen wie an einer britischen Bushaltestelle, aber dann ohne Rücksicht auf Verluste einsteigen – egal, ob jemand raus will. Im Straßenverkehr kommt dann noch das Hupen hinzu, das im Vergleich zu Deutschland noch eine erweiterte Funktion hat. Nicht nur ein vorwurfsvolles (an nur ein anderes Auto gerichtetes) „Ey, du Idiot, lass mich gefälligst durch!“, sondern auch ein Signal an alle anderen: „Ey, da lässt mich ein Idiot nicht durch, ich fahre aber trotzdem irgendwie ohne Rücksicht auf Überholspuren oder Gegenverkehr, also achtung!“ – Funktioniert.

Still quiet here.sas