Chinesisch sprechen und essen (wollen)

Beijing. Eine der wichtigen China-Erfahrungen: An einem Ort sein, wo man nicht nur nicht die Sprache spricht, sondern sie auch nicht lesen kann. In den Großstädten gibt es zwar oft englische Übersetzungen (z.B. auf dem U-Bahn-Plan), in manchen Restaurants ist die Karte auch auf englisch oder mit Bildern. Gerade für Vegetarier sehr, sehr wichtig. In Beijing versuche ich es dann aber in einem von meinem Guesthouse-Betreiber Freeman empfohlenen Nudel-Restaurant, hier gibt es weder das eine noch das andere. Ich wähne mich trotzdem gut gerüstet, denn ich habe mir den Satz „Huo Bü Tschi Rouh“ („Ich esse kein Fleisch“) nochmal vorsagen lassen, außerdem hat ihn mir Freeman aufgeschrieben. Ich gehe also hin und werde auch tatsächlich verstanden, so halbwegs, kann auf den dann folgenden Schwall an Nachfragen aber nicht wirklich antworten und zeige sicherheitshalber nochmal den Zettel mit den chinesischen Schriftzeichen vor. Ah!, sagt die Frau hinter dem Couter, kramt aus ihrer Kasse Stift und Zettel hervor, schreibt etwas auf und hält mir dann ihre Frage hin: Aufgeschrieben und immer noch auf Chinesisch. Natürlich.

Still quiet here.sas