Hawaiis Tierwelt: Kakerlaken, Shearwaters, Eidechsen

1. Kakerlaken
In New York vor zwei Monaten war ich ganz begeistert, als ich eine vermeintlich riesige Kakerlake im Treppenhaus vor Matts Wohnung verschwommen fotografieren konnte. Niemand würde mir das glauben. Das Bild lösche ich, denn die in San Diego waren wesentlich dicker, aber die in Hawaii sind bisher am dicksten. Sie laufen ganz nonchalant in Augenhöhe auf dem Regal über der Spüle herum und richten neugierig die Fühler auf einen, wenn man sich nachts ein Glas Wasser holt. Manche können auch fliegen, das ist besonders eklig. Aber sie sind alle sehr dumm.

2. Shearwaters

Beim Abendessen bei Freundinnen von Thirsty auf einmal klagende Laute von draussen, etwas wie Katzen, etwas wie gequälte Kinderschreie. Ich lausche am Fenster, dann geht eine der Freundinnen mit mir nach draussen und zeigt mir stolz, wo diese Vögel nisten. Wir leuchten mit Taschenlampen, sie sitzen einfach irgendwo unter einer Stufe oder neben dem Mülleimer und lassen sich in ihrem Gegurre kaum beirren – mangels biologischer Feinde. Oben ihr Geschrei, leider kann man sie nicht sehen wegen Nacht (besonders hübsch sind sie aber auch nicht).

3. Eidechsen
Die sitzen hier einfach auf den Steinen rum, ich bin ganz aus dem Häuschen, als ich die erste sehe, dabei ist sie klein und grau. Später finde ich ein Mini-Exemplar im Museum auf dem Boden und mache Fotos (und Fotos vom Foto). Und eines Abends klettert ein grünes Tierchen unter dem Fliegengitter hervor. „Ach der, der ist immer da“, sagt Mitbewohner Nat. Ich schlage vor, ihm einen Namen zu geben. „Malte!“, sagt Thirsty. Ich dachte eher an etwas Blödes wie „Freddy“ oder „Mister Frog“. Naja.

Still quiet here.sas